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9/20/2017

Futterdeklaration

Auf jedem Katzenfutter findest du eine Deklaration.
Insgesamt kannst du drei verschiedene Deklarationen auf dem Markt finden.

  • geschlossene Deklaration
  • halboffene Deklaration
  • offene Deklaration

Doch in wie weit unterscheiden diese sich eigentlich? Wo sind die gravierenden Unterschiede, die du definitiv nicht außer Acht lassen solltest und lieber ganz genau hinsehen solltest. Gerne auch zwei- oder dreimal.

Für mich kommt nur Volldeklaration an, nicht halb, nicht geschlossen, sondern voll.
Das heißt, dass der Hersteller in Prozentangaben ganz genau angibt, was in der Dose zu finden ist.


Es wird bei der Delaration in zwei (bis drei) Bereichen unterschieden.

1. Angaben der Nährstoffgehalte
Hier findest du alle Angaben zu den Inhaltsstoffen. Begriffe wie "Rohprotein", "Rohfett", "Rohasche" oder "Rohfaser" kommen dabei zum Einsatz.
Was genau diese Begriffe bedeuten, findest du weiter unten.

2. Angaben zur Zusammensetzung
Die verschiedenen Komponenten werden aufgeschlüsselt und du erkennst, was tatsächlich im Futter enthalten ist. Wie zum Beispiel die verschiedenen Fleischsorten, Gemüse oder Mineralstoffe.

3. Auflistung der Zusatzstoffe
Das sind Stoffe, die dem Futter zugesetzt wurden. Pauschal kannst du davon ausgehen, dass die Auflistung von Zusatzstoffen ein schlechter Ansatz ist, denn diese sind in den natürlichen Komponenten nicht (mehr, da durch Herstellungsprozess zerstört) vorhanden sind und daher künstlich zugesetzt werden müssen.

Die geschlossene Deklaration

Bei dieser Art von Deklaration werden nur die Gruppenbezeichnungen verwendet.

Beispiel:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Gemüse, (Getreide), Mineralstoffe

Diese Gruppen haben hier keine prozentualen Mengenangaben, denn dies ist nur für die Einzelzutaten erlaubt.
Du kannst aus solch einer Deklaration überhaupt keine Rückschlüsse ziehen, was wirklich verarbeitet wurde. Nur die Reihenfolge der Auflistung gibt dir etwas aufschlüsse darüber, welche Zutaten wohl von der Menge her am meisten verarbeitet wurden. Denn dies muss der Menge nach absteigend erfolgen.

Die halboffene Deklaration

Es wird in Gruppen deklariert, dennoch werden einige wichtige Einzelzutaten prozentual genannt. Du kannst also immerhin zum Teil erkennen, was im Futter drin ist.

Beispiel:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (20% Geflügelfleisch, 10% Fisch), Gemüse (5% Möhren), Getreide (5% Reis)

Daran lässt sich erkennen, dass Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse am meisten vorhanden ist, und auch, dass Geflügelfleisch und Fisch zur Verarbeitung genommen wurden. Ebenso dass darin Möhren und Reis zu finden sind.
Dennoch gibt es jede Menge offene Fragen!

Die offene Deklaration

Für mich ist diese Deklaration die einzige, die ich für mich akzeptieren und dementsprechend dieses Futter verfüttern kann. Es werden alle Einzelzutaten aufgelistet und aufgeschlüsselt. Du kannst also genau erkennen, was im Futter enthalten ist und welche Zusammensetzung besteht.
Ob jede Einzelzutat in Prozenten angegeben werden, bleibt den Herstellern jedoch überlassen. 
Wenn also ein Hersteller nichts zu verbergen hat, findest du die genauen Zahlen auf der Verpackung. Die Optimale Deklaration sieht dann wie folgt aus.

Beispiel:
70% Fleischanteil (davon 60% Kalb, 40% Rind), 25% tierische Nebenerzeugnisse (davon 60% Kalbsinnerein (15% Herz, 10% Leber, 7% Pansen, 5% Euter, 3% Zunge). 40% Rindinnerein (11% Lunge, 9% Herz, 7% Leber, 6% Zunge, 5% Kehlkopf, 2% Niere)), 3% Gemüse (Möhren), 1% Mineralstoffe (Natrium), 1% Mineralstoffe (Taurin)


Leider wird diese Deklarationsart nicht von sehr vielen Herstellern verwendet. 
Du als Konsument hast jedoch einen entscheidenden Einfluss darauf, denn nun weißt du, worauf du ein wenig achten solltest beim Futterkauf.

Analytische Bestandteile

Rohprotein

Bezeichnet den Gehalt an Eiweißen. Fachlich ausgedrückt sind die stickstoffhaltigen Substanzen (z.B. Aminosäuren) im Futter damit gemeint.
Die %-Zahl gibt aber keinen Aufschluss darauf, aus welcher Quelle oder Qualität das Rohprotein vorhanden ist.

Rohfett

Hier werden die beinhalteten Fette angegeben. Diese bestehen aus wichtigen Bestandteilen wie essentiellen Fettsäuren und werden zudem zur Absorption der fettlöslichen Vitamine benötigt.
Auch hier gibt die %-Zahl keinen Aufschluss, aus welcher Quelle oder Qualität diese kommen.

Rohasche

Unter diesem Begriff verstecken sich die mineralischen Bestandteile vom Futter. Der Wert sollte beim Nassfutter unter 2% liegen, da Asche keine Energie enthält.
Wie bei den beiden Produkten davor, gibt auch hier die %-Zahl keinen Aufschluss auf die Herkunft und Qualität der Mineralstoffe.

Rohfaser

Damit sind die Ballaststoffe bzw unverdaulichen Komponenten von pflanzlicher Herkunft gemeint. Sie sollten unter einem Prozent im Nassfutter für Katzen sein.

Feuchtigkeit

Der letzte Begriff der analytischen Bestandteile ist häufig "Feuchtigkeit". Damit ist der Rohwassergehalt des Futters gemeint. 

Wie viel von allem mindestens oder höchstens enthalten sein sollte kannst du hier ganz schnell noch einmal nachlesen.

8/03/2017

Würmer und Wurmkuren

Bevor du deinen Katzen eine Wurmkur verabreichst, solltest du wissen, was Würmer sind, welche es gibt und wie eine Wurmkur überhaupt wirkt.


Wie oft höre ich von Katzenbesitzern, dass sie ihren Tieren durchschnittlich 4x im Jahr eine Wurmkur verabreichen und ich bin mindestens genauso oft darüber schockiert. Auf meine Frage hin, ob diese Würmer hatten kommt meist ein "Nein" oder "Ich weiß es nicht, aber Sicher ist Sicher!"


Was sind eigentlich Würmer?

Würmer befallen deine Katzen als sogenannte "Endoparasiten", sie leben also in deiner Katze und "ernähren" sich "von ihr".
Würmer lassen sich in drei größere Gruppen unterteilen: Fadenwürmer, Bandwürmer und Saugwürmer.
Die Gängigsten Würmer findest du in der folgenden Liste


Wurmart Übertragung betroffene Organe Verlauf Diagnose
Spulwurm Beutetiere
infizierte Muttermilch
Kontakt zu Wurmbefallenem Kot
Die Wurmlarven gelangen durch die Darmwand in die
Muskulatur und Innere Organe,von dort aus in den
Blutkreislauf und in die Lunge. Durch das ausgehustete und
verschlucktes Sekret gelangen sie wieder zurück in den Dünndarm.
meist ohne Sichtbare Symptome.
Bei starkem Befall: breiiger Kot, Veränderung der
Fellstruktur, Dehydrierung und Gewichtsverlust
Im schlimmsten Fall: Darmverschluss
Kotprobe
Hakenwurm Beutetiere Dünndarm in der Regel keine Symptome
Akuter Befall: Blutarmut, Durchfall, Gewichtsverlust
Kotprobe
Magenwurm Fressen von Erbrochenem infizierter Katzen leben und vermehren sich in der Magenschleimhaut
Nur durch Untersuchung des
Mageninhalts möglich
Lungenwurm Beutetiere siedeln sich in den Bronchien und Lungenbläschen an,
Nach dem schlüpfen werden sie ausgehustet und verschluckt
Wodurch sie in den Darmtrakt gelangen und ausgeschieden
Werden
ohne äußerliche Anzeichen
Schwerer Befall: vermehrtes Husten,erschwerte Atmung,
Niesen, Appetit- und Gewichtsverlust
Kotprobe,
Gewebeprobe der Lunge
Dickhalsiger Bandwurm/
Katzenbandwurm
Beutetiere Dünndarm, wo er sich mit speziell entwickelten
Mundwerkzeugen festsaugt. Befallene Katzen scheiden
Bandwurmglieder aus,
welche im Kot und auch im Fell sichtbar sind
Erbrechen, Durchfall und Gewichtsverlust
Kitten, die mit diesem Bandwurm massiv
befallen sind, können
Entwicklungsstörungen zeigen.

Gurkenkern-bandwurm Flöhe Dünndarm
Kotprobe

Die Behandlung bei einem Wurmbefall

Durch die Auswertung von Kot-. Blut- und/oder Gewebeproben kann ein Wurmbefall der Katze nachgewiesen werden. Auf die vom Tierarzt angeratene Dosierung und Dauer der Behandlung sollte geachtet werden, um alle Stadien (Eier, Larven und ausgewachsene Würmer) bekämpfen zu können.

Eine vorbeugende, regelmäßige Gabe von Wurmkuren ist nicht wirksam und nützt deiner Katze rein gar nichts, außer, dass sie den Körper belasten.
Die Mittel sollten nur bei nachgewiesenem Befall verabreicht werden, denn ausschließlich dann haben sie eine Wirkung!

Anzeichen für einen Wurmbefall

Neben den oben genannten speziell auf den Wurm deutende Symptome gibt es noch einige weitere.
  • Nickhautvorfall
  • aufgeblähter Bauch
  • Verdauungsschwierigkeiten

Wenn du den verdacht hast, dass deine Katze Würmer haben können, solltest du über drei Tage den Kot sammeln und in einem verschließbaren Behältnis (Glas, Frischhaltebeutel,..) zum Tierarzt bringen.

7/14/2017

die Kratzmöglichkeiten

Der Kratzbaum

Ich kenne sie, du kennst sie - jeder kennt die "klassischen" Kratzbäume welche im Zoofachhandel stehen und Angeboten werden. Sie bestehen - gefühlt - aus 90% Plüsch und ganz viel anderen Bauteilen wie Treppen, Leitern oder Gummibänder mit Bällchen daran.
Doch diese sind (leider) unfassbar ungeeignet für deine Katzen und noch dazu überteuert, für das, was du wirklich bekommst.

Unsere Katzen brauchen Kratzmöglicheiten in der Wohnung um ihre Krallen zu schärfen und ihr Revier zu markieren.
Optimal ist es, wenn du mehrere, verschiedene Möglichkeiten anbietest. Neben einem Baum, welcher in die Höhe geht, macht es auch Sinn liegende Kratzmöglichkeiten anzubieten, denn viele Katzen kratzen gerne waagrecht auf dem Boden. Gerne werden hierfür Teppiche oder Fußmatten von den Miezen umfunktioniert. Um dem ganzen entgegenzuwirken bieten sich Kratzbretter-/pappen an.

Dein Kratzbaum - oder besser der deiner Katzen - sollte möglichst dicke, stabile Stämme haben. Geeignet sind Bäume, welche eine Stammdicke von 12cm oder mehr haben. Für die Stabilität sorgt Holz. Leider sind viele, ungeeignete, Kratzbäume innen aus Pappe, welche sehr unstabil sind und gerne im Laufe der Zeit brechen.

Natural Paradise Kratzbaum und
Cat On Kratzpappe
Katzengerechte Kratzbäume haben dazu noch mindestens eine Säule, welche lang genug ist, damit die Katze sich daran komplett strecken kann. Dieser Kratzbaum kann auch Höhlen, Hängematten und generelle Liegeflächen haben, doch meist sind die Hersteller dieser Bäume sparsamer damit, denn schließlich sollen die Katzen ordentlich daran kratzen können.
Kordeln, Gummibänder mit Bällen daran usw. sollten aus Sicherheitsgründen immer entfernt werden. Mehr dazu kannst du unter den Gefahrensquellen in der Wohnung für deine Katzen nachlesen.

Kratzbäume gibt es in allen Möglichen Preis- und Qualitätsstufen. Wie erwähnt, kosten die minderwertigen Bäume dennoch sehr sehr viel.
Ein guter Baum muss nicht unbedingt teuer sein, kann es aber gerne werden aufgrund von gut ausgewählten Materialien und einem Top Service wie beispielsweise lebenslange Sisal-Garantie, sodass man dieses jederzeit ausgetauscht bekommt.
Gute Kratzbäume findest du bei Petfun, Kerstin's und auch Zooplus hat eine gute Reihe (Natural-Paradise).



Du solltest definitiv auf einen Kratzbaum von den genannten Quellen sparen, diese werden dir und deinen Katzen Jahrelang freude bereiten. Kaufst du einen Qualitativ schlechten, aber günstigen Baum, kannst/musst! du ihn mit Sicherheit etwa jedes Jahr (+/-) durch einen neuen ersetzen.


diese Darstellung dient als Orientierung und darf unverändert verwendet und geteilt werden

Von gebrauchten Kratzmöglichkeiten würde ich prinzipiell eher abraten, denn besonders in Plüsch und Sisal können sich Krankheitserreger wunderbar einnisten. Dadurch, dass Katzen das kratzen am Baum auch als Reviermarkierung ansehen, ist der Geruch von der Vorbesitzer-Katze(n) unvorteilhaft. Es gibt Katzen, welche einen gebrauchten Baum ignorieren oder im schlimmeren Fall sogar mit Urin markieren.

Kratzbretter und weitere Kratzmöbel

Kratzbretter gibt es in allen Möglichen Varianten. Man kann sie sich an der Wand befestigen, an Ecken, welche gerne zerkratzt werden,.. die Liste ist lang.
Es gibt. neben einzelnen Brettern, auch Kratzmöglichkeiten die wie ein Möbelstück fungieren.Oftmals sogenannte Kratzpappe.
Ich habe auch Kratzmöbel aus Pappe und meine Katzen lieben sie. Ob zum drauf liegen um zu schlafen oder die Krallen zu schärfen - alle drei Miezen sind völlig begeistert.
Doch auch hier gibt es wesentliche Qualitätsunterschiede.

7/12/2017

Checkliste vor dem Katzeneinzug

Du hast dich nun für eigene Fellnasen entschieden und es steht auch bereits fest, welche es werden wollen? Super. Dann solltest du dir schleunigst um ein paar Dinge Gedanken machen.

Schau dich in deiner Wohnung um und mach dir Gedanken darüber, was für Gefahren für Katzen lauern könnten. Gibt es gefährliche oder gar giftige Sachen in deiner Wohnung? Dann überlege dir, wo du diese hin tust oder ob du sie ganz abgibst.
Überprüfe jede mögliche Ecke, Katzen quetschen sich in die unmöglichsten Versteke - hast du scheue Katzen, kann das wirklich blöd laufen und Enden.
Unter dem Menüpunkt "Gefahren" findest du Gefahren und Möglichkeiten, sie gefahrlos zu machen.

Wichtig zu überlegen ist auch zu welchem Tierarzt du künftig gehen kannst. Optimal wäre einer in näherer Nähe, viele Katzen hassen Auto fahren und was man sonst noch so mit dem Tierarzt verbindet. Freunde, welche bereits Katzen haben, können dir hierbei behilflich sein und dir Tipps in Sachen "guter Tierarzt" geben.

Du solltest dich bevor die Fellis einziehen ausreichend über deren Haltung informieren. Es sollten sachliche und unterschiedliche Quellen herangezogen werden. Denn leider sind auch heutzutage noch viele Mythen über Katzen und deren Haltung im Umlauf, die von unwissenden Katzenhaltern, Tierärzten oder auch Fachbüchern verbreitet werden. Nur, weil jemand "schon immer" Katzen hält, muss seine Haltung nicht artgerecht oder sein Wissen auf dem neusten Stand sein.
Vorallem (alte) Tierärzte täuschen sich, weil sie gar nicht oder zu wenig fortgebildet auf diesem Gebiet sind. Ebenso sind Fachbücher nur von Menschen geschrieben, welches Wissen z.B. überholt sein kann.
Auf diesem Blog findest du zahlreiche Unterthemen, die dir weiterhelfen können.

Checkliste für deine Einkaufsliste

  • für jede Katze eine eigene Transportbox (Wichtig! auch wenn die Katzen ein Herz und eine Seeele sind! In Ausnahme Situationen kann Stress dazu führen, dass sie sich in der Box angreifen und als Feind sehen)
  • Ausreichend Katzentoiletten, am besten verschiedene mit verschiedener Streu (Anzahl der Katzen plus eins)
  • genug Streu
  • Für jede Katze einen eigenen Fressnapf
  • Futter (Optimal in der Anfangsphase das selbe wie beim Vorbesitzer, ansonsten Hochwertig)
  • Wassernapf
  • Spielzeug
  • Kratzmöglichkeiten
  • Bürsten

7/11/2017

Kastration

Für viele ist die Kastration ihrer Lieblinge immer noch ein beängstigendes Thema. Es kommen plötzlich viele Fragen auf: "Wird mein Tier sich verändern?", "Wird alles gut gehen?", "Müssen reine Hauskatzen überhaupt kastriert werden?", "Wann ist der beste Zeitpunkt dafür?"

Ich kann dir viele gute Gründe für eine Kastration nennen, doch keinen einzigen, der dagegen spricht.

Wenn du Katzen hast, musst du diese kastrieren lassen! Es ist egal, ob Freigänger oder Wohnungskatze. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügt und deine unkastrierte Katze ist verschwunden und kehrt trächtig zurück.
Nicht außer acht zu lassen ist der gesundheitliche Aspekt. Jede Rolligkeit ist purer Stress für deine Katzen und kann sich zu einer Dauerrolligkeit entwickeln. Jede einzelne Rolligkeit begünstigt die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs extrem.
Dein unkastrierter Kater hingegen wird anfangen zu markieren (und das riecht nicht gerade angenehm!), desweiteren sind diese immer auf der Suche nach einer rolligen Katze. Dafür laufen Kater auch gerne mal 10km oder mehr.
Bedenke: Oft hört ein Kater nicht mehr mit dem markieren auf, wenn er es ein mal getan hat, auch nicht nach der Kastration!

Für Katze und Kater ist es zudem gefährlich, sich mit "irgendeiner" Katze zu paaren. Krankheiten wie FIV, Leukose oder FIP können dabei übertragen werden, diese Enden meist tödlich.

Deine Katze muss nicht ein mal rollig werden, wie man es früher geglaubt hat und erst recht nicht ein mal Kitten bekommen, bevor du sie kastrierst. Übrigens liest du richtig, man kastriert Katze und Kater.
Bei der Kastration von Katern werden die gesamten Hoden entfernt, bei der Katze die gesamte Gebärmutter. Die Sterilisation bedeutet bei Katern lediglich, dass man die Samenleiter durchtrennt und bei der Katze die Eileiter.
Das bedeutet, die Katze kann weiterhin rollig werden und das Risiko von entzündeten Eileitern oder Gebärmutterhalskrebs steigt. Der Kater hingegen kann weiterhin deine gesamte Wohnung markieren.

Die Frühkastrarion ist immer zu empfehlen. Sie wird bereits mit 12-16 Wochen durchgeführt, dadurch ist die Operation kürzer und einfacher, da die Keimdrüsen frei liegen und nicht von Fettgewebe überlagert sind, gibt es weniger Komplikationen und/oder Blutungen.Deine Katze wird die Narkose wesentlich besser weg stecken, wenn sie noch jung ist. Ebenso ist der Heilungsprozess um einiges schneller bei Kitten mit etwa drei Monaten. Du gehst kein Krebsrisiko ein, da dein Tier nie Hormonbelastet wird.
Die Kastration hat keinen Einfluss auf das Wachstum, das wurde in mehreren Studien bestätigt.

Die Kastration sollte mir eintreten der Sexualreife durchgeführt werden, da es Katzen gibt, welche mit 14 Wochen bereits geschlechtsreif sind, solltest du keine Sekunde damit warten.

Ich hatte unkastrierte Katzen

Ich selbst habe eine Katze selbstständig von der Straße geholt. Nachdem sie ein paar Wochen bei mir war, stellte ich vergrößerte Zitzen fest und bin direkt zum Tierarzt, welcher dann eine Trächtigkeit festgestellt hatte. Kurz darauf folgten an einem Freitagabend Blutungen weshalb ich in eine Tiernotklinik fahren musste... dort stellte sich dann heraus, dass die Kitten im Bauch bereits gestorben sind und wir jetzt noch ein paar Tage abwarten können, ob die Katze sie von alleine gebärt oder wir sie per Notkaiserschnitt herausholen müssen, dieser hätte mich unmengen an Geld gekostet.
"Zum Glück" bekam meine Katze die toten Kitten den darauffolgenden Abend. Sie kam zu mir auf die Couch und war bereits ganz unruhig, ich wusste, dass es wohl losgeht. Und ja, sie bekam drei Totgeburten.. ich kann von unglaublichen Glück sprechen, es rechtzeitig erfahren zu haben und das meine Katze sie selbst geboren hat. Es hätte alles anders laufen können. Die Kitten hätten unentdeckt bleiben können und wären in ihr weiter verwest, was zu einer Blutvergiftung und letztendlich zum Tod meiner geliebten Miez geführt hätte. 

Eine andere Katze von mir kam mit 1 1/2 unkastriert zu mir. Der Termin für die Kastra stand schon fest, als die Kleine rollig wurde. Das ganze war weder für sie, mich oder meine anderen Tiere angenehm. Wir waren alle gestresst davon. Doch damit war es nicht genug, etwa eine Woche vor dem geplanten Termin bemerkte ich einen dicken Bauch. Glücklicherweise konnte ich eine Trächtigkeit ausschließen, da sie nur drin war, auch die Vorbesitzer bestätigten mir dies. Es ließ mir keine Ruhe und auch meine Tierärztin fand es beängstigend. Wir haben die OP vorverschoben und ich bin unfassbar Dankbar darüber. Bei der OP stellte meine Tierärztin fest, dass die Eierstöcke komplett entzündet und vereitert waren, der Bauch war aufgrund dieser Entzündung so dick und jede Sekunde hätte das ganze wortwörtlich Platzen können und somit wäre auch diese Katze gestorben. 

Tu dir und deinen Tieren das nicht an. Lass deine Tiere bitte rechtzeitig kastrieren!

7/08/2017

gutes Futter erkennen

Es gibt jede Menge Firmen, die Katzenfutter herstellen. Da ist es nicht verwerflich, wenn du das anfangs alles sehr verwirrend und unübersichtlich findest. Mit ein bisschen Übung erkennst du ganz fix, ob ein Futter gut für dein Tier ist, oder nicht.
Ich habe dir hier kurz und einfach gehalten die wesentlichen Merkmale aufgelistet.

für Angänger:

  • viel Feuchtigkeit (min. 60%)
  • es ist genau angegeben, welche und wie viel Innereien als "tierische Nebenerzeugnisse" verarbeitet wurden.
  • keine pflanzlichen Inhaltsstoffe, höchstens 7% und genau deklariert (z.B. 3% Gurke)
  • kein Zucker (Karamel, Melasse, Rübenschnitzel, Glucose)
  • keine pflanzlichen Öle/Nebenerzeugnisse/Eiweisextrakte
  • Ergänzungsfutter ist nicht für die ausschließliche Fütterung geeignet
  • je höher die Fütterungsempfehlung, desto minderwertiger ist das Futter
  • Es wird kein Spezialfutter für Kitten, Senioren, Kastraten, Freigang oder bestimmte Rassenkatzen benötigt.

für Fortgeschrittene:

  • keine Farb- und/oder Konservierungsstoffe und/oder EG-Zusatzstoffe ("E"-Nummern)
  • Magnesiumgehalt in der Trockensubstanz sollte 0,1% nicht überschreiten (NaFu: 0,02%)
  • Kalium-Natrium-Verhältnis bei 2,1:1
  • Kalzium-Phosphor-Verhältnis idealerweise bei 1,1-1,3:1
  • Kohlenhydratgehalt nicht mehr als 10% in der Trockensubstanz (NaFu: ~ 2%)
  • Rohfasergehalt: NaFu unter 1%
  • Rohproteingehalt: NaFu: ~ 5-10%
  • Rohfettgehalt: NaFu: 1,8-7%
  • Rohaschegehalt: NaFu: 1,5-2%


Zu beachten ist, dass du deinen Katzen min. 3-5 verschiedene Futtermarken in verschiedenen Sorten anbietest. Das ist zum einen hilfreich, falls irgendwann eine Marke/Sorte nicht mehr angenommen wird oder eine Futterallergie zustande kommt/dein Tier eine gewisse Fleischsorte nicht mehr essen darf, des weiteren hilft es Mäkeleien gegenüber Futter vorzubeugen.
Der wichtigste Punkt ist, dass jeder Hersteller die Bausteine des Futters prozentual anders aufbaut. Wenn du nur eine hochwertige Marke verfütterst, kann dein Tier über- und unterversorgt werden. Mehrere Marken gleichen dieses Manko aus.



diese Darstellung dient als Orientierung und darf unverändert verwendet und geteilt werden.

7/06/2017

bin ich bereit für Katzen?

Bevor du dich für- oder gegen Katzen entscheidest, solltest du dir ein paar Gedanken über diese Tiere und deren Haltung machen.

Haustiere bedeuten Verantwortung - bei der Katze heißt das 15-20 Jahre lang Verantwortung, denn das ist in etwa die Lebensdauer einer Katze. Dabei sollte man nicht nur die positiven, sondern auch die negativen Aspekte betrachten.
Katzen können zum einen Unsauber werden, Möbel oder Menschen zerkratzen, Einrichtungsgegenstände zerstören, generell "Ungehorsam" sein, Krank werden und dementsprechende Tierarztrechnungen können auf dich zu kommen.

Ebenso sollte man bedenken, dass die Katze eine Urlaubsbetreuung braucht oder man selbst ist bereit auf längere Ortsabwesenheiten zu verzichten.

diese Darstellung dient als Orientierung und darf unverändert verwendet und geteilt werden
Artgerechte Katzenhaltung ist ein muss, wenn man Katzen ein Zuhause schenken möchte. Dazu gehört artgerechtes (nicht irgendwelches!) Futter, mindestens ein passender Katzenpartner, Kastration, artgerechte Wohnungsgestaltung sowie notwendige tierärztliche Behandlungen zu tätigen. Es darf weder bei gutem Futter, noch der tierärztlichen Vorsorge ein "dafür habe ich gerade kein Geld" geben.