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9/21/2017

Futtermittelliste/- Ampel

Ich wollte eigentlich keine Futtermittelliste auf diesem Blog veröffentlichen. Dann habe ich vor kurzem doch angefangen, eine Liste mit allem drum und dran zu erstellen. Und jetzt bin ich wieder hier, mit dem Gedanken, es zu verwerfen. Ich bin kein Freund davon. Vielleicht gibt es aber irgendwann doch mal eine.

Aber warum sehe ich das so?
Es gibt ja ein Haufen Futtermittelampeln. Mit Farbschema oder oder...

Nun ist es jedoch so, dass diese Ampeln, Listen, oder was auch immer... nicht wirklich kontrolliert bzw begründet werden. Es steht einfach das Futter da, ohne weiteres. Und wer sagt, dass das aktuell ist? Meistens ist kein Erstelldatum zu erkennen. Die Liste/Ampel könnte also auch 15 Jahre alt sein.

Die Hersteller können ziemlich einfach und vor allen Dingen im stillen ihre Deklarierungen ändern - ob das nun gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt.

Wichtig ist auch, dass wenn ein Hersteller eine gute Sorte hat, kann die andere wiederum wirklich zum davon laufen sein.

Also ein Appell an dich: Lies dich ein! Lerne, Deklarierungen zu lesen und verlasse dich nicht Blind auf andere!

9/20/2017

Futterdeklaration

Auf jedem Katzenfutter findest du eine Deklaration.
Insgesamt kannst du drei verschiedene Deklarationen auf dem Markt finden.

  • geschlossene Deklaration
  • halboffene Deklaration
  • offene Deklaration

Doch in wie weit unterscheiden diese sich eigentlich? Wo sind die gravierenden Unterschiede, die du definitiv nicht außer Acht lassen solltest und lieber ganz genau hinsehen solltest. Gerne auch zwei- oder dreimal.

Für mich kommt nur Volldeklaration an, nicht halb, nicht geschlossen, sondern voll.
Das heißt, dass der Hersteller in Prozentangaben ganz genau angibt, was in der Dose zu finden ist.


Es wird bei der Delaration in zwei (bis drei) Bereichen unterschieden.

1. Angaben der Nährstoffgehalte
Hier findest du alle Angaben zu den Inhaltsstoffen. Begriffe wie "Rohprotein", "Rohfett", "Rohasche" oder "Rohfaser" kommen dabei zum Einsatz.
Was genau diese Begriffe bedeuten, findest du weiter unten.

2. Angaben zur Zusammensetzung
Die verschiedenen Komponenten werden aufgeschlüsselt und du erkennst, was tatsächlich im Futter enthalten ist. Wie zum Beispiel die verschiedenen Fleischsorten, Gemüse oder Mineralstoffe.

3. Auflistung der Zusatzstoffe
Das sind Stoffe, die dem Futter zugesetzt wurden. Pauschal kannst du davon ausgehen, dass die Auflistung von Zusatzstoffen ein schlechter Ansatz ist, denn diese sind in den natürlichen Komponenten nicht (mehr, da durch Herstellungsprozess zerstört) vorhanden sind und daher künstlich zugesetzt werden müssen.

Die geschlossene Deklaration

Bei dieser Art von Deklaration werden nur die Gruppenbezeichnungen verwendet.

Beispiel:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Gemüse, (Getreide), Mineralstoffe

Diese Gruppen haben hier keine prozentualen Mengenangaben, denn dies ist nur für die Einzelzutaten erlaubt.
Du kannst aus solch einer Deklaration überhaupt keine Rückschlüsse ziehen, was wirklich verarbeitet wurde. Nur die Reihenfolge der Auflistung gibt dir etwas aufschlüsse darüber, welche Zutaten wohl von der Menge her am meisten verarbeitet wurden. Denn dies muss der Menge nach absteigend erfolgen.

Die halboffene Deklaration

Es wird in Gruppen deklariert, dennoch werden einige wichtige Einzelzutaten prozentual genannt. Du kannst also immerhin zum Teil erkennen, was im Futter drin ist.

Beispiel:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (20% Geflügelfleisch, 10% Fisch), Gemüse (5% Möhren), Getreide (5% Reis)

Daran lässt sich erkennen, dass Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse am meisten vorhanden ist, und auch, dass Geflügelfleisch und Fisch zur Verarbeitung genommen wurden. Ebenso dass darin Möhren und Reis zu finden sind.
Dennoch gibt es jede Menge offene Fragen!

Die offene Deklaration

Für mich ist diese Deklaration die einzige, die ich für mich akzeptieren und dementsprechend dieses Futter verfüttern kann. Es werden alle Einzelzutaten aufgelistet und aufgeschlüsselt. Du kannst also genau erkennen, was im Futter enthalten ist und welche Zusammensetzung besteht.
Ob jede Einzelzutat in Prozenten angegeben werden, bleibt den Herstellern jedoch überlassen. 
Wenn also ein Hersteller nichts zu verbergen hat, findest du die genauen Zahlen auf der Verpackung. Die Optimale Deklaration sieht dann wie folgt aus.

Beispiel:
70% Fleischanteil (davon 60% Kalb, 40% Rind), 25% tierische Nebenerzeugnisse (davon 60% Kalbsinnerein (15% Herz, 10% Leber, 7% Pansen, 5% Euter, 3% Zunge). 40% Rindinnerein (11% Lunge, 9% Herz, 7% Leber, 6% Zunge, 5% Kehlkopf, 2% Niere)), 3% Gemüse (Möhren), 1% Mineralstoffe (Natrium), 1% Mineralstoffe (Taurin)


Leider wird diese Deklarationsart nicht von sehr vielen Herstellern verwendet. 
Du als Konsument hast jedoch einen entscheidenden Einfluss darauf, denn nun weißt du, worauf du ein wenig achten solltest beim Futterkauf.

Analytische Bestandteile

Rohprotein

Bezeichnet den Gehalt an Eiweißen. Fachlich ausgedrückt sind die stickstoffhaltigen Substanzen (z.B. Aminosäuren) im Futter damit gemeint.
Die %-Zahl gibt aber keinen Aufschluss darauf, aus welcher Quelle oder Qualität das Rohprotein vorhanden ist.

Rohfett

Hier werden die beinhalteten Fette angegeben. Diese bestehen aus wichtigen Bestandteilen wie essentiellen Fettsäuren und werden zudem zur Absorption der fettlöslichen Vitamine benötigt.
Auch hier gibt die %-Zahl keinen Aufschluss, aus welcher Quelle oder Qualität diese kommen.

Rohasche

Unter diesem Begriff verstecken sich die mineralischen Bestandteile vom Futter. Der Wert sollte beim Nassfutter unter 2% liegen, da Asche keine Energie enthält.
Wie bei den beiden Produkten davor, gibt auch hier die %-Zahl keinen Aufschluss auf die Herkunft und Qualität der Mineralstoffe.

Rohfaser

Damit sind die Ballaststoffe bzw unverdaulichen Komponenten von pflanzlicher Herkunft gemeint. Sie sollten unter einem Prozent im Nassfutter für Katzen sein.

Feuchtigkeit

Der letzte Begriff der analytischen Bestandteile ist häufig "Feuchtigkeit". Damit ist der Rohwassergehalt des Futters gemeint. 

Wie viel von allem mindestens oder höchstens enthalten sein sollte kannst du hier ganz schnell noch einmal nachlesen.

7/12/2017

Checkliste vor dem Katzeneinzug

Du hast dich nun für eigene Fellnasen entschieden und es steht auch bereits fest, welche es werden wollen? Super. Dann solltest du dir schleunigst um ein paar Dinge Gedanken machen.

Schau dich in deiner Wohnung um und mach dir Gedanken darüber, was für Gefahren für Katzen lauern könnten. Gibt es gefährliche oder gar giftige Sachen in deiner Wohnung? Dann überlege dir, wo du diese hin tust oder ob du sie ganz abgibst.
Überprüfe jede mögliche Ecke, Katzen quetschen sich in die unmöglichsten Versteke - hast du scheue Katzen, kann das wirklich blöd laufen und Enden.
Unter dem Menüpunkt "Gefahren" findest du Gefahren und Möglichkeiten, sie gefahrlos zu machen.

Wichtig zu überlegen ist auch zu welchem Tierarzt du künftig gehen kannst. Optimal wäre einer in näherer Nähe, viele Katzen hassen Auto fahren und was man sonst noch so mit dem Tierarzt verbindet. Freunde, welche bereits Katzen haben, können dir hierbei behilflich sein und dir Tipps in Sachen "guter Tierarzt" geben.

Du solltest dich bevor die Fellis einziehen ausreichend über deren Haltung informieren. Es sollten sachliche und unterschiedliche Quellen herangezogen werden. Denn leider sind auch heutzutage noch viele Mythen über Katzen und deren Haltung im Umlauf, die von unwissenden Katzenhaltern, Tierärzten oder auch Fachbüchern verbreitet werden. Nur, weil jemand "schon immer" Katzen hält, muss seine Haltung nicht artgerecht oder sein Wissen auf dem neusten Stand sein.
Vorallem (alte) Tierärzte täuschen sich, weil sie gar nicht oder zu wenig fortgebildet auf diesem Gebiet sind. Ebenso sind Fachbücher nur von Menschen geschrieben, welches Wissen z.B. überholt sein kann.
Auf diesem Blog findest du zahlreiche Unterthemen, die dir weiterhelfen können.

Checkliste für deine Einkaufsliste

  • für jede Katze eine eigene Transportbox (Wichtig! auch wenn die Katzen ein Herz und eine Seeele sind! In Ausnahme Situationen kann Stress dazu führen, dass sie sich in der Box angreifen und als Feind sehen)
  • Ausreichend Katzentoiletten, am besten verschiedene mit verschiedener Streu (Anzahl der Katzen plus eins)
  • genug Streu
  • Für jede Katze einen eigenen Fressnapf
  • Futter (Optimal in der Anfangsphase das selbe wie beim Vorbesitzer, ansonsten Hochwertig)
  • Wassernapf
  • Spielzeug
  • Kratzmöglichkeiten
  • Bürsten

7/08/2017

gutes Futter erkennen

Es gibt jede Menge Firmen, die Katzenfutter herstellen. Da ist es nicht verwerflich, wenn du das anfangs alles sehr verwirrend und unübersichtlich findest. Mit ein bisschen Übung erkennst du ganz fix, ob ein Futter gut für dein Tier ist, oder nicht.
Ich habe dir hier kurz und einfach gehalten die wesentlichen Merkmale aufgelistet.

für Angänger:

  • viel Feuchtigkeit (min. 60%)
  • es ist genau angegeben, welche und wie viel Innereien als "tierische Nebenerzeugnisse" verarbeitet wurden.
  • keine pflanzlichen Inhaltsstoffe, höchstens 7% und genau deklariert (z.B. 3% Gurke)
  • kein Zucker (Karamel, Melasse, Rübenschnitzel, Glucose)
  • keine pflanzlichen Öle/Nebenerzeugnisse/Eiweisextrakte
  • Ergänzungsfutter ist nicht für die ausschließliche Fütterung geeignet
  • je höher die Fütterungsempfehlung, desto minderwertiger ist das Futter
  • Es wird kein Spezialfutter für Kitten, Senioren, Kastraten, Freigang oder bestimmte Rassenkatzen benötigt.

für Fortgeschrittene:

  • keine Farb- und/oder Konservierungsstoffe und/oder EG-Zusatzstoffe ("E"-Nummern)
  • Magnesiumgehalt in der Trockensubstanz sollte 0,1% nicht überschreiten (NaFu: 0,02%)
  • Kalium-Natrium-Verhältnis bei 2,1:1
  • Kalzium-Phosphor-Verhältnis idealerweise bei 1,1-1,3:1
  • Kohlenhydratgehalt nicht mehr als 10% in der Trockensubstanz (NaFu: ~ 2%)
  • Rohfasergehalt: NaFu unter 1%
  • Rohproteingehalt: NaFu: ~ 5-10%
  • Rohfettgehalt: NaFu: 1,8-7%
  • Rohaschegehalt: NaFu: 1,5-2%


Zu beachten ist, dass du deinen Katzen min. 3-5 verschiedene Futtermarken in verschiedenen Sorten anbietest. Das ist zum einen hilfreich, falls irgendwann eine Marke/Sorte nicht mehr angenommen wird oder eine Futterallergie zustande kommt/dein Tier eine gewisse Fleischsorte nicht mehr essen darf, des weiteren hilft es Mäkeleien gegenüber Futter vorzubeugen.
Der wichtigste Punkt ist, dass jeder Hersteller die Bausteine des Futters prozentual anders aufbaut. Wenn du nur eine hochwertige Marke verfütterst, kann dein Tier über- und unterversorgt werden. Mehrere Marken gleichen dieses Manko aus.



diese Darstellung dient als Orientierung und darf unverändert verwendet und geteilt werden.